Sonntag, 24. Oktober 2021

Teelichthalter

Heute Morgen sah ich großen Frühreif auf den Dächern, kaum zu glauben! Aber die Kombination von Sonnenschein und Frost haben mich auf die kreative Idee gebracht - ein Teelichthalter für frostige Tage.
Das Glas habe ich mit Perlen gefüllt. Damit sie durch die Wärme nicht beschädigt werden, habe ich noch eine Schicht Dekosteinchen dazwischen gelegt
So sieht es sehr gemütlich und schick aus

Samstag, 23. Oktober 2021

Strickprojekt 2021 - Fertig!

 
Meine riesengroße Decke ist endlich fertig geworden. Dieses Strickprojekt hat ziemlich lange gedauert, weil ich nur eine Stunde am Tag gestrickt habe. Größe ca. 3 x 2 m, genau passend für meine Couch. Das Muster ist zweifarbiges Vollpatent oder auch Brioche. Bei dieser Decke habe ich unterschiedliche Garne benutzt, aber in einer Farbrichtung: Orange trifft Magenta.  Bin selbst überrascht - die Wirkung ist beeindruckend, es macht mich fröhlich und verbreitet gute Laune.
Bei so einer Größe ist es schwierig Fotos zu machen, um das Ganze ins Bild zu bekommen... Insgesamt hat mich diese Strickarbeit mit vielen entspannten Stunden beschenkt und ich bin froh, dass ich genug Geduld bewiesen habe, um mein unendliches Projekt noch in diesem Jahr zu beenden!
 
Das Bärchen fühlt sich auch wohl auf dieser Decke.

Montag, 18. Oktober 2021

Vorbereitung für die kalte Jahreszeit: Oxymel - Kräutertinkturen

Oxymel besteht aus Essig (oxos) und Honig (meli) und gehört zu den alten Heilmitteln. Das ist ein neues Thema für mich und weil ich Honig sehr liebe, wollte ich natürlich auch Oxymel ausprobieren. Kräutertinkturen ohne Alkohol finde ich auf jeden Fall besser. Heute hatte ich Zeit und Lust, meine Oxymel-Tinkturen anzusetzen. Dafür habe ich besondere Kräuter ausgesucht:
Eleutherococcus senticosus (Borstige Taigawurzel) - wirkt sehr gut gegen Müdigkeit, depressive Stimmung im Winter und stärkt Immunsystem
Duftrose von David Austin "Munstead Wood" aus meinem Garten - hat beruhigende und aufhellende Wirkung, auch zum Verfeinern von Speisen gut geeignet
Cistus ladanifer (Lack-Zistrose) - ist antibakteriell, antiviral, baut Abwehrkräfte auf und unterstützt die Atemwege
Das sind nur einige Eigenschaften von diesen Heilpflanzen, die ich genannt habe. Sie wirken ganzheitlich und das ist das Schöne daran. Meine Oxymel-Kräutertinkturen stehen erstmal ein paar Wochen dunkel im Schrank und ich bin gespannt, was daraus wird.

Sonntag, 17. Oktober 2021

Minigesteck aus Naturgaben

Ein schöner Spaziergang im Beller Mühler Park und mein Rucksack war voll mit Naturgaben! Dabei musste ich mich einfach nur bücken...
 
Auch eine naturbelassene Wiese mit wunderschönen Blumen habe ich entdeckt, alle in toller Lila-Pink Farbe. Das sah zauberhaft und stimmig aus: Kornblumen, Malven, Floh-Knöterich und Nelken...
 
Zu Hause habe ich mit viel Freude meinen Rucksack ausgepackt und aus den mitgebrachten Naturgaben ein hübsches Arrangement gemacht
 
 
 

Sonntag, 10. Oktober 2021

Meine Duftmazerate

 
Als ich mich mit Parfümherstellung beschäftigt habe, bin ich auf die Idee gekommen, meine eigenen Duftmazerate zu kreieren. In meinem Fall sind Mazerate einfach pflanzliche Auszüge in Alkohol. Also im Grunde genommen sind das Tinkturen, nur die Anwendung ist halt anders, deshalb sind das Duftmazerate. Daraus mache ich meine Parfüms auf der Alkoholbasis. 
 
Meine Duftmazerate mache ich folgendermaßen:
- Das pflanzliche Material, frisch oder trocken, klein machen
- In ein Glas füllen
- Mit Weingeist übergießen
- In einem dunklen Platz für mind. 4 Wochen reifen lassen
- Immer wieder schütteln
- Nach Reifezeit filtern und in ein Glasfläschchen abfüllen
Hier gibt es unendlich viele Möglichkeiten, neue Düfte zu erschaffen! Man muss nur Mut zum Ausprobieren haben. Angefangen habe ich mit einer Pflanze, die jeder kennt - Duftrose. In meinem Garten habe ich eine englische Sorte Munstead Wood, die sehr intensiv duftet. Schon nach einer Woche zeigte sich der Effekt der Mazeration!

Am Anfang, vor einem Jahr, habe ich sehr viel experimentiert und sammelte nach Lust und Laune verschiedene Blüten, Rinde, Zapfen, auch Harze. Die Vanilleschotte, die ich zuerst für einen Kuchen ausgekratzt habe, war auch ein tolles Erlebnis! Dann gab es sogar ein Duftmazerat aus Shaabi-Weihrauch, den ich geräuchert habe und der Duft war der Hammer! Er hatte eine süß-bittere Note, die man nur nach dem Räuchern bekommt und genau diese Note wollte ich für ein bestimmtes Parfum haben. Manche Duftmazerate sind intensiv, manche sehr zart. Bei manchen wusste ich überhaupt nicht, was daraus wird, wie z.B. bei Birkenrinde. Ich war total überrascht - der Duft war schön aromatisch. 
Mein Highlight war aber die Sternmagnolie aus meinem Garten. Der Duft des Holzes ist außergewöhnlich und hat mich schon immer fasziniert. Wenn ich mir die frischen Zweige im Frühjahr geholt habe, konnte ich diesen einmaligen Geruch inhalieren. Die Schnittstelle riecht sehr frisch, prikelnd, würzig mit einem süßen Holzunterton. Und genauso hat mein Duftmazerat auch gerochen! Daraus machte ich schon mehrere Parfumkreationen.
Auch mit Stechapfel, der giftig ist, habe ich einen Versuch gemacht und zwar, ich habe die ganze Pflanze mit den Wurzeln ins Glas gesteckt. Der Duft war aber sehr schwach. Dafür sah das super aus! Keine Sorge, nach mehrfacher Verdünnung war das für die Haut nicht mehr toxisch.
Diese Erfahrungen möchte ich nicht mehr missen und freue mich jedes Mal über die unzähligen Möglichkeiten, die die Natur uns in ihrer ganzen Vielfalt schenkt.

Große Karte

 
Wunderschöne Blätter mit Herbstfärbung vom Amberbaum waren meine Inspiration für diese Karte. Sie ist groß, DINA5 Format. Den Hintergrund habe ich mit Spray-Farben gestaltet. Den Rand mit Stempelfarben. Ich mag hier die Natürlichkeit und schöne Herbststimmung.


Samstag, 2. Oktober 2021

Herbstdeko einfach selbstgemacht

 
Grüne Hagebutten, lila Liebesperlen, etwas Moos und ein paar Thujazweige - alles aus dem Garten. Das grüne Material kam in die nasse Steckmasse und das Dekogläschen in die Mitte - fertig!
Dieses Teelichtglas habe ich selbst dekoriert. Im Gläschen war, glaube ich, Joghurt aus dem Supermarkt. Leeres Glas passte sehr gut zum Teelicht. Ich habe es innen angestrichen und außen aufgehübscht. Die Arbeit war einfach und machte mir Spaß!


Mittwoch, 22. September 2021

Crazy-Herz aus Jeansstoff

 
Als ich die ganzen Fäden aus meiner Jeans-Feder herauspickte, sah ich schon mein nächstes Projekt vor Augen - ein Crazy-Herz aus meiner alten Jeanshose. Die Feder hat mich nicht überzeugt, aber meine neue Idee gefiel mir sehr gut. Und diese Arbeit, obwohl sie auch zeitintensiv war, hat mir viel Spaß gemacht. Darum geht das doch oder?

Zuerst habe ich die Herzform ausgeschnitten, mit kleinen Spitzenresten belegt und mit transparentem Papier abgedeckt. Dann mit Zick-Zack-Stich durchgesteppt. 
Und hier kamen meine ganzen Fadenreste ins Spiel! Damit habe ich mein Herz aus Jeansstoff gefüllt.
Das Papier zu entfernen war so ungefähr wie bei der Jeans-Feder die Fäden zu entfernen. Aber das Resultat hat meine Vorstellung bei Weitem übertroffen! Und ich glaube, ohne diese Jeans-Feder wäre ich nicht auf diese Idee mit Crazy-Herz gekommen. Also Ausprobieren lohnt sich immer!

Jeans-Feder

 
Eigentlich suchte ich im Internet nach den Feder-Stanzschablonen für meine Gemini Junior, aber gestoßen bin ich auf die Jeans-Feder. Das gehört zum Upcycling und man macht diese Feder aus ausrangierten Jeanssachen. Upcycling ist mein Thema und Feder mag ich. Also habe ich mir gar nicht lange überlegt und holte meine alte Jeanshose aus dem Schrank. 

Zuerst schneidet man eine Form aus dem Stoff aus. Dann entfernt man vorsichtig mit der Nadel alle Kettfäden (langen vertikalen Fäden) und das dauert ewig! Diese Technik benutzt man bei der Durchbruchstickerei (Hardanger), eine aufwendige und doch schöne alte Stickart aus Persien. Ich wollte mal diese Stickereikunst erlernen und irgendwie fehlte mir der richtige Anstoß. 

Als ich da saß und einen Faden nach dem anderen entfernte, spürte ich keine Begeisterung. Im Gegenteil, ich fragte mich: 
Warum mache ich das überhaupt? 
Wie viele solchen Federn kann ich aus meiner Jeanshose machen? 
100? 
Wieviel Zeit brauche ich für 100 Feder? 
Was mache ich mit diesen ganzen Federn überhaupt? 
UND was mache ich mit den ganzen Fäden, die ich rausgeholt habe? 
Diese Fragen bis auf die letzte konnte ich nicht beantworten. Nach einer halben Stunde war ich fertig. Als ich mein Resultat sah, dachte ich mir - in der Zeit könnte ich etwas viel Besseres machen. Und ich wusste schon genau, was das ist. 

Zum Schluss habe ich enttäuscht festgestellt - die Feder verdreht sich auch noch. Ich musste sie auf dem Rücken noch mit Kleber verstärken. Als alles trocken war, machte ich noch die kleine Schlaufe dran und dann ging ich durch die Wohnung auf der Suche nach dem geeigneten Platz für meine Jeans-Feder. Hmmm, die Suche geht weiter...
Irgendwie erinnert mich das an die Straußfeder. 
 
Meine letzte Frage zu beantworten, war ein leichtes Spiel - ich benutze die Fäden, die bei mir nach den Näh- und Stickarbeiten übrigbleiben, als Füllmaterial für kleine Nähprojekte. Wie das aussieht, zeige ich im nächsten Beitrag.