Samstag, 24. April 2021

Kranz mit Moos und Narzissen

 
Materialliste:
- Narzissen aus dem Garten: Sorte "Tete a Tete" (Vorsicht, ein intensiver Duft!)
- Styropor Herzrahmen
- Moos vom Floristen
- Beiwerk wie getrocknete Blütenzweige etc.
- kleine Feder
- Kordel
Plus Draht in zwei Stärken, Werkzeug.
UND Spaß mit Fantasie!
Zuerst die Kordel befestigen,
dann das Moos mit dem Draht umwickeln.
Die Blüten anschneiden. Narzissen halten eine Weile auch ohne Wasser und mich stört es nicht, wenn sie verwelken. Damit die Blüten länger frisch bleiben, direkt nach dem Anschneiden in einen nassen Wattebausch einwickeln, mit Moos abdecken.
Aus dem dickeren Draht kleine Stücke schneiden und zu Klammern biegen, damit die Blüten im Moos befestigen.
Das Beiwerk und die kleinen Feder vorsichtig dazwischen verteilen. In einem kühlen Raum bleibt der Kranz länger frisch.
Voila!



Donnerstag, 22. April 2021

Entengeschichten

Seit drei Tagen habe ich in meinem Garten ein Enten-Pärchen. Die Enten glauben ein Paradies auf Erden gefunden zu haben und ich mache mir Sorgen. Sie können hier kein Nachwuchs großziehen. Im Teich sind Fische und wegen Fischreiher, der sich schon mehrmals bedient hat, ist ein Netz übers Wasser aufgespannt. Leider verstehen die Enten nicht, dass sie dort nicht schwimmen können und haben schon das Netz teilweise kaputtgemacht. Ok, das kann ich neu kaufen, aber wenn ich an die kleinen Entenbabys denke, die ins Wasser kommen, graut es mir jetzt schon...
Wenn es bei uns im Ort nichts an Wasser gäbe, könnte ich diese Situation noch nachvollziehen. Aber wir sind vom Wasser umgeben!!! Wir haben mehrere Parkanlagen in der Nähe mit kleinen Seen, Teichen und auch die Niers, deren Ufer viele schöne Nistplätze bietet. Auch unmittelbar im Vogelschutzgebiet gibt es Auen, wo der Fischreiher sein Nachwuchs bekommen kann, auch der Eisvogel usw. 
 
Das Problem ist ganz einfach - zu viele Wasservögel und sie können ihre Reviere nicht teilen. Ein Beispiel, am Badhotel-Weiher sind zwei Arten von Blässhühner, drei Arten von Enten und zwei Arten von Gänsen vertreten. Und jede Art hat natürlich mehrere Vögel. Seit ein paar Jahren sind Nilgänse dazu gekommen und sie vermehren sich rasant. Das nächste Problem, diese Vögel haben absolut keine Angst vor Menschen, weil sie ewig mit Brotresten gefüttert werden, was als Futter ungeeignet ist.
Normalerweise regelt die Natur alles selbst. Und wenn der Mensch sich nicht ständig einmischen würde, wäre es nicht aus dem Gleichgewicht geraten. Damit meine ich nicht das Futter, sondern die Stadtökologie und auch unsere eigene Gedankenlosigkeit.
 

Montag, 5. April 2021

Ein Herz

  
Das war ein Puzzle-Spiel, aus vielen kleinen Stückchen Birkenrinde ein Herz zu machen. Das ist mir gut gelungen! Dieses kleine Herz gefällt mir sehr gut und passt auch zu meiner Frühlingsdekoration am Fenster.


Samstag, 27. März 2021

Fensterdeko Natur

Bei einem Spaziergang im Park habe ich zwei schöne Birkenäste gefunden. Heute konnte ich meine Idee für Fensterdeko umsetzen. Ganz einfach!


Sonntag, 21. März 2021

Was passiert in meinem Zauber-Labor?

Ziemlich viel!

Da stehen sie, die frischen Tiegel mit Naturkosmetik. Neue Kreation: Gesichtspflege und Bodybalm.

Direkt nach der Abfüllung
Und fertig nach mehreren Stunden
Gesichtspflege mit folgenden Zutaten: Sheabutter, Murumurubutter, Aprikosenkernöl, Bienenwachs und Honeysuckle.

Bodybalm: Ucuubabutter, Rizinusöl, Baobaböl, Bienenwachs und Weihrauch.

Samstag, 13. März 2021

Aktuelles

Sei kreativ jeden Tag, egal, was du tust - das ist mein Motto. Auch wenn die Ideen ganz verrückt sind, versuche sie umzusetzen und schaue, was passiert. So kannst du dich selbst und eigene Möglichkeiten erfahren. Auch wenn deine Idee nicht gelingt, hast du etwas daraus gelernt. So gehst du einen Schritt nach vorne - das ist die Weiterentwicklung. Das ganze Leben ist die reinste Kreativität mit ungeahnten Chancen, die nur darauf warten, entdeckt zu werden!    
 
Sei kreativ!

 Aktuelles:

- Mein Strickprojekt 2020, die Decke aus verschiedenen Restgarnen habe ich neu angefangen. Es war einfach nicht schön. Also wird aus dem alten mein neues Projekt 2021.  
- Das Leben steht nicht still, das ist bekannt. Ich gehe immer mehr in die Richtung Natur und Umweltschutz.
- Meine zweite Seite bei Wix "Mach-Natur-Sauber" hat mir viel Spaß gemacht, aber der Dienstleister ist eine Katastrophe! Wix hat mich sehr enttäuscht. Meine Note - mangelhaft. Das klingt vielleicht hart, aber ehrlich. Die Gestaltung meiner Texte wurde nachhinein geändert, ohne das ich das mitbekommen habe und keine Ahnung warum. Das Problem mit Fotos ist gewaltig. Allgemein sind die Funktionen sehr verschachtelt und ohne klarer Struktur. Es gibt keine gescheiten Anleitungen. Wenn man etwas wissen will und danach sucht, bekommt man ständig das Menu vor Augen "engagieren Sie unsere Profis". Wix ist nicht empfehlenswert und ich werde nach einer weiteren Lösung suchen, ich will dort nicht auf Dauer bleiben.
- Aus oben genannten Gründen werde ich wahrscheinlich meine Natur-Beiträge hier veröffentlichen.
 


Freitag, 12. März 2021

Herr Grünspecht und Herr Winter

Sie mögen sich nicht besonders, obwohl Herr Winter vom linken Niederrhein ein toleranter Zeitgenosse ist. Früher war das aber nicht so…

Auch er war ziemlich streng und eiferte seinen großen Vettern aus Sachsen und Bayern nach. Ja, die Zeiten ändern sich, nichts bleibt so wie früher. Unter stetigem Einfluss vom gewissen Herr Dr. Klimawandel ist Herr Winter vom linken Niederrhein sehr schwach geworden. Er hat keine Lust mehr seinen Pflichten nachzukommen und das freut natürlich Herrn Grünspecht! So tobt er sich gerne auf den grünen Wiesen aus und macht, was er will. Er ist nämlich ein Exzentriker, dazu noch sehr wählerisch, ein echter Gourmand, den man nicht so schnell zufrieden stellen kann.

Also kommt Herr Grünspecht mittlerweile auch mit Herrn Winter vom linken Niederrhein zurecht. Aber die Freundin vom Herrn Winter, Frau Holle, kann er absolut nicht leiden! Sie liebt nämlich Weiß und das passt Herrn Grünspecht nun wirklich nicht, er liebt Grün. Wer hätte das gedacht! Außerdem lässt Frau Holle gerne junge Mädchen für sich arbeiten. Ok, die fleißigen werden gut entlohnt, können sich deshalb glücklich schätzen, aber Herr Grünspecht hat damit ein großes Problem. Die Mädels sind so fies, sie decken die grünen Wiesen vom Herrn Grünspecht mit weißen Schneedecken ab. Das bringt ihn vor Wut auf die Palme… ne, auf den Baum! Und dort ist das schöne extravagante Leben ehe trist. Da muss er sich mit seinen entfernten Verwandten aus der Specht-Sippe abgeben. Das ist ein einfaches Arbeitervolk, das bis zu Kopfschmerzen am Holz werkelt und keine Ahnung von extravaganter Federkleidung und feinen Ameisen-Delikatessen hat…

Ein außergewöhnlicher Vogel - der Grünspecht (Picus viridis), Vogel des Jahres 2014.

Er sieht nicht nur ausgefallen aus, er ernährt sich auch besonders. Seine bevorzugte Speise sind Ameisen. Dafür benutzt er ein wahrlich ausgeklügeltes Werkzeug der Natur - seine Zunge! Sie ist ca. 10 cm lang und spitz am Ende, dringt problemlos in jedes Ameisenloch ein. Durch den klebrigen Schleim und die seitlichen Borsten bleiben Ameisen auf der Zunge kleben und gelangen sicher in den Schnabel.

Bei uns kann man den Grünspecht oft auf den Wiesen beobachten, wie er mit seinem langen Schnabel im Rasen wühlt. Das ist immer spannend! Er ist ziemlich wendig und bleibt nie lange auf einer Stelle. Aufgrund von Klimawandel ist der Winter im Niederrhein sehr mild geworden. Die Ameisen sind bei Plustemperaturen noch aktiv, so hat der grüne Zungenakrobat keine Schwierigkeiten bei der Nahrungssuche.

Aber ich habe noch nie einen Grünspecht auf der verschneiten Wiese gesehen.
Was macht dieser Vogel, wenn alles voll Schnee ist?


Freitag, 26. Februar 2021

Biber in Mönchengladbach?!

Biber in Mönchengladbach? Das konnte ich kaum glauben!

Und heute habe ich die Biberspuren mit meinen eigenen Augen gesehen. Vor allem die Stelle schien mir absolut unmöglich zu sein. Und zwar der Bresgespark, wo momentan alles gerodet wird. Diese Biber sind wohl hart gesotten und ignorieren vollkommen die Baumaßnahmen, Lärm und auch Menschen, die dort vorbei laufen. Ich habe noch nie einen Biber gesehen, aber die Fraßspuren am Rhein in Bad Säckingen. Im Bresgespark ist der sogenannte Schnittplatz klar zu erkennen. Dort werden die Stücke von Gehölzen vom Biber „geerntet“ und fortgeschleppt, um an anderer Stelle daran zu fressen (Fraßplatz) oder um die Äste und Zweige als Baumaterial zu nutzen (z. B. zum Dammbau). 
In der Pressemitteilung steht:
„Gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Mönchengladbach beobachtet der Niersverband die Entwicklung und stimmt sich bzgl. evtl. zu ergreifender Maßnahmen und eines Bibermanagements ab. Hierzu kontrolliert die Behörde regelmäßig die betroffenen Bereiche.“

Ich wünsche der Familie Biber viel Glück!  

Montag, 15. Februar 2021

Mäusebussard ohne Mäuse

Zuerst landete er im Garten, dann saß er auf dem verschneiten Garagendach. Bis ich die Kamera geholt habe, hat er sich in Sicherheit gebracht. Er blieb noch ein paar Minuten auf einem Ast sitzen und dann war er weg. So nah habe ich diesen Greifvogel noch nie gesehen! Harter Winter, harte Zeiten, keine Mäuse…
 
 
Der Mäusebussard (Buteo buteo) ist in Deutschland sehr verbreitet. Man sieht ihn oft, besonders im Winter, wenn die Bäume kahl sind. Er bewohnt lichte Wälder, liebt offene Landschaften mit Baumgruppen, wo er die Ausschau nach seiner Beute halten kann. Auch in großen Parks ist er gerne zu Hause. Ein schöner Vogel mit interessantem Federkleid. Wenn er abhebt, macht er keinen grazilen Eindruck, aber seine Kreise im Himmel sind von der schwebenden Eleganz gezeichnet.

Das war eine kurze und außergewöhnliche "Begegnung", die mir deutlich gezeigt hat, wie nah uns die Natur ist.

 

Samstag, 6. Februar 2021

Das grüne Leben in der Stadt

Das ist eine relativ kleine Straße, die ich oft „besuche“. Man sieht dort nichts, was an die Natur erinnern kann… im ersten Augenblick. Aber wenn man genau hinschaut, entdeckt man die wahren Schönheiten!

Erste Naturschönheit auf meinem Weg war eine altbekannte Pflanze: Ringelblume (Calendula officinalis).
Für den einen Unkraut, für den anderen Heilkraut. Für mich auf jeden Fall eine schöne Pflanze, die, wie man sieht, eine unglaubliche Durchsetzungskraft hat! Ich liebe ihre intensive, strahlende Sonnenfarbe und den einmaligen, frischen Geruch. Die Blätter haben genauso starken Duft, wie die Blüten. Damit verbinde ich Sommer, Heiterkeit und Entspannung. Sie wächst auch bei mir im Garten.
In ihrem Buch „Von Salbei, Klee und Löwenzahn“ 1996 schreibt Elisabeth Brooke einen interessanten Kommentar zur Ringelblume:
„Es gibt Aggressivität, die sich in der Welt ausdrückt, und Aggressivität, die wir gegen uns selbst richten. Durch Kunstdünger und chemische Zusätze vergiftete Speisen essen, rauchen und Alkohol trinken sind eine der häufigsten Methoden, wie wir unsere Frustration gegen uns selbst richten. Der Körper ist der Tempel, in dem wir wohnen. Wir können ihn dadurch reinigen, dass wir zweimal im Jahr fasten und regelmäßig Ringelblumentee trinken. Iss weniger und ernähre dich vernünftig! Wir sollten versuchen, alle Giftstoffe, wie schädliche Kosmetika und Chemikalien, aus unserem Leben zu verbannen. Wir müssen wieder mit den lebenspendenden Sonnenkräften in Verbindung treten müssen wieder mit der Natur leben und miteinander daran arbeiten, unsere besinnungslose Fahrt in den Untergang zu stoppen. Die Sonne wird jeden Tag wiedergeboren: Wir können eine neue Lebensweise gebären, eine neue Welt.“

Zweite Naturschönheit ist auch keine Unbekannte: Wilde Malve (Malve sylvestris).
Sie war noch vor 5000 bei Chinesen als Heilpflanze beliebt. Und die Römer kochten die Malven zusammen mit Öl, Salz und Honig zu einer Delikatesse "omnimorbium - „heilsam gegen alle Krankheiten“. Die Malven sind allgemein bei den Hummeln, Bienen und Co. sehr beliebt! Auch die Wilde Malve hatte ich im Garten.
Beide Pflanzen sind einjährig und wir haben jetzt Winter!

Aber nicht nur diese zwei Farbtupfer habe ich entdeckt, sondern auch eine Baumrarität: Lederhülsenbaum oder Gleditschia (Gleditsia triacanthos).
Das ist ein Rätsel, wie dieser seltene Baum auf diese Stadtstraße kam. Er ist bestimmt schon ziemlich alt und ich glaube nicht, dass er sich von alleine, wie die Ringelblume und Malve, ausgesät hat. Die Gleditschia ist nach dem Johann Gottlieb Gleditsch genannt, der im 18. Jhdt. als Direktor des Berliner Botanischen Gartens tätig war. Diese ungewöhnliche Baumart kommt aus den USA und erinnert an die Akazien. 
 
Allein wie diese Gleditschia vor mir in den Himmel ragte, war ich schon total fasziniert. Ich sammelte die langen Hülsenfrüchte und staunte dann zu Hause, was für ein toller Baum das ist. Er gehört zu den Klimawandelgehölzen, davon habe ich noch nie was gehört oder gelesen, d.h. wieder was gelernt. Das Schönste an dem Lederhülsenbaum ist seine Blütenpracht, die voller Nektar und Pollen ist! Er blüht in Juni und zieht unzählige Insekten an. Ich kann es mir „bildhaft“ vorstellen, wie überschwänglich dieser Baum duftet!

Also auch auf einer langweiligen Straße kann man wahre Naturschätze entdecken.