Samstag, 1. August 2020

Ewilpa - Kräuterspirale

Heute war wieder der Helfertag. Zuerst waren wir mit Totholzhecke beschäftigt und dann konnte ich meine Aufgabe wählen. 
So habe ich mich für die Kräuterspirale entschieden. Dieses Projekt besticht allein schon durch die Größe! Mich hat aber das Konzept beeindruckt – hier wird das Projekt mit Permakultur umgesetzt. Und weil mich dieses Thema interessiert, freue ich mich, meinen Beitrag zu leisten. Der Anfang wurde schon gelegt und wir haben weiter gemacht. Es ist noch unglaublich viel zu tun, aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut ;-) 
Insgesamt waren wir heute 9 Leute. Alle waren gut beschäftigt. Es macht auch viel Spaß neue Menschen kennenzulernen, die genauso verrückt sind, wie man selber ist.
Und jedes Mal staune ich wie überwältigend artenreich die Natur dort ist!!!

Meike Koppmann – die Initiatorin von diesem Projekt https://www.vrohmut.com/

Donnerstag, 30. Juli 2020

Ewilpa - Wie ist sie?

Ewilpa® Mönchengladbach: Wildes Urban Gardening.
Befindet sich auf der Konzenstraße, Ecke Bayernstraße in Eicken, 41063 Mönchengladbach, direkt neben dem Sportplatz.
WIE ist EWILPA?
Sie ist wunderschön, naturbelassen, eigenwillig und hat ihre eigene faszinierende Ausstrahlung! Über die Jahrzehnte verwilderte dieses Grundstück. Nach den ersten Maßnahmen im Februar 2020 explodierte die Natur im Frühling. Durch die Corona wurden die Arbeiten gestoppt und die wildesten Pflanzen haben sich breit gemacht. 
Mein erster Einsatz war heute. Meike (Meike Koppmann – die Initiatorin von diesem Projekt https://www.vrohmut.com/ ) zeigte mir das große Gelände und steckte mich direkt mit ihren Ideen an. Die Führung war hochinteressant und sehr lehrreich!  
Am vergangenen Samstag, bei meinem ersten Besuch, habe ich die angefangene Feuerstelle gesehen. Sie war schon fertig. So werden nach und nach die Ziele erreicht, und es geht voran. Aber ich war ja nicht nur zum Spaß da, ich wollte auch etwas machen. Meine Aufgabe, Jäten, war kein Hexenwerk. Diese Arbeit kenne ich seit meiner Kindheit. Man kann das hassen oder als eine meditative Beschäftigung betrachten, wo man die eigene Verbindung mit der Natur hautnah erlebt. Ich wählte die zweite Variante und versuchte das meditative Betrachten beim Jäten umzusetzen ;-) Die Sonne knallte auf den lehmigen Boden und ich wunderte mich - trotz Trockenheit blühten die Pflanzen wie wild!
So eine wilde natürliche Pracht habe ich selten erlebt, eigentlich noch nie. Die Pflanze, die mich beim Jäten inspirierte, war mir bekannt, aber ich habe mich nie damit beschäftigt, WEIL sie für mich das Unkraut war. Durch mein eigenes Projekt „Mach Natur Sauber“ ändere ich meine Sichtweise und heute war die beste Möglichkeit dafür! 
 
So habe ich für mich eine interessante und charakterstarke Pflanze entdeckt! Die Melde oder der Weiße Gänsefuß (Chenopodium album) gehört zu den Pionierpflanzen. Diese Pflanzen sind die ersten, die gerade umgegrabene Stellen besiedeln. Sie bearbeiten mit ihren Wurzeln den Erdboden, erhöhen den Stickstoffanteil, speichern die Feuchtigkeit, lockern die Erde. Durch das abfallende Laub im Herbst wird die Melde zum Dünger. Die Verrottung im Winter verändert die Bodenqualität. So wird die Erde für die nächste Generation der Pflanzen vorbereitet. Irgendwann mal geht die Melde von alleine, weil sie ihr Werk getan hat. Nach ihr kommen dann andere Pflanzenarten.
Weißer Gänsefuß liebt ziemlich stickstoffsalzreichen Boden und ist als Zeigerpflanze bekannt, d.h. dort, wo er wächst, sagt er über die Bodenbeschaffenheit aus. Ich war erstaunt, als Meike mir erzählt hat, dass diese Pflanze früher auch als Mehlersatz diente! Dazu hat man die zahlreichen Samen getrocknet und zum Mehl verarbeitet. Auch als Wildgemüse ist sie gut. Man kann sie auch als Spinat zubereiten.
Das Unkraut, das viel kann!

Mehr Informationen zum EWILPA® Mönchengladbach und zu der Stiftung EssbareWildpflanzenParks gibt es hier.
 

Sonntag, 26. Juli 2020

Meine kreative Kosmetik-Werkstatt

Jawohl, jetzt mache ich meine Kosmetik selbst! Warum? Weil ich die Nase voll von Parabenen, Mikroplastik, Palmöl und CO. habe. Mir reicht's! HIER steht mehr darüber.
Das ist meine Lippenpflege. Hier sind Sheabutter, Bienenwachs und Honig enthalten. Die Textur ist seidenweich und leicht. Diese Salbe macht meine Lippen geschmeidig und zart. Auch der natürliche Duft vom Honig gefällt mir sehr gut.
Und hier ist meine erste Gesichtscreme. Auch mit Sheabutter und Bienenwachs. Dazu kamen noch pflegende Öle wie Aprikosenkernöl. Es duftet wunderschön nach Neroli, weil ich ein paar Tropfen von diesem kostbaren ätherischen Öl zugefügt habe - eine Wonne für die Haut und gute Laune für den Tag.
Meine Fußbutter mit Wollwachs, Ringelblumenöl und Bienenwachs. Dazu habe ich noch das ätherische Weihrauch-Öl genommen. Eine tolle Sache und meine Füße fühlen sich sehr glücklich ;-)               


Ewilpa in Mönchengladbach: Aller Anfang ist schwer

Hier habe ich schon mal kurz darüber geschrieben. Gestern war ich vor Ort und… ich habe mich verliebt. Das Gelände von 5.580 m² sieht aus, wie die Wildnis, die zu einer Schönheit erwacht werden möchte. Meine Fantasie wurde direkt beflügelt und in meinem Herzen hörte ich eine klare Stimme, die sagte „Hier willst du deine Spuren hinterlassen…“
Es klang sehr romantisch und inspirierend… bis sich mein Verstand meldete „Das ist ein harter Brocken!“ Aber es war schon zu spät, die Entscheidung war getroffen –
Ich will mitmachen!
Das Gespräch mit der Initiatorin Meike Koppmann war sehr aufschlussreich. Auf dem Gelände waren schon 8 fleißige Helfer. Und man konnte klar erkennen, es gibt viel zu tun. Jede Hand ist hilfreich. Jeder ist willkommen.
Die Einzelheiten dazu sind auf der Seite von Frau Koppmann zu finden:
https://www.vrohmut.com/ewipla-m-nchengladbach
Am nächsten Samstag, 01.08. bin ich auch dabei! 

Kreativ mit Papier

Kleine Schachteln selbst zu basteln, macht immer viel Spaß. Man kann die Größe bestimmen und individuell gestalten. Wenn man eine Schachtel ausprobiert hat, geht es ganz einfach und bietet viele kreative Möglichkeiten.
 
 
 
 

Samstag, 18. Juli 2020

Bienenweide im Hochbeet: Teil 2

So sieht meine Bienenweide im Hochbeet heute aus - ganz schön wild!
 
Die kleine weiße Schönheit hat sich endlich offenbart und erzählt, was sie ist: BuchweizenDas hätte ich nie im Leben gedacht, aber jetzt sehe ich das selbst an den Samen. Dieses Pseudogetreide (Fagopyrum) kenne ich sehr gut. Neben Hirse, Reis und Co. schmeckt es hervorragend. Aber ok, es blüht in meinem Hochbeet als Nahrung für Insekten, die immer willkommen sind.
Mittlerweile sind auch ein paar neue Pflanzen dazu gekommen.
- Wilde Malve (Malva sylvestris)
 
- Feldmohn (Papaver rhoeas)
 
Ich stelle fest, das Saatgut „Bienenweide“ ist reine Pflanzensammlung aus der Landwirtschaft. Das sind vorwiegend Futterpflanzen für Vieh und nur ein paar Wildkräuter. Umgekehrt wäre es, in meinen Augen, besser. Aber ich bin kein Insekt und glaube, sie freuen sich über jedes nektarreiches Gewächs.
 
 
Ein Teil blüht noch und ein Teil bildet fleißig Fruchtstände. Das freut mich!
Fortsetzung folgt...

Freitag, 17. Juli 2020

Naturkosmetik - meine Wahl

Ich habe genug von Mikroplastik, Parabenen, Paraffinen, Palmöl etc.! Ich habe keine Lust mehr Etwas zu benutzen, was irgendwelche Stoffe enthält, die mir suspekt vorkommen. Meine Kosmetik kann ich auch selbst machen und zwar NATURkosmetik. Ich entscheide selbst, was in meinen Tiegel reinkommt und auf meiner Haut bleiben darf.

Allein der Gedanke – ICH TUE MIR SELBST ETWAS GUTES - motiviert mich schon!

Und wie ich das in Erfahrung gebracht habe – es ist überhaupt nicht schwer. Manche Gerichte sind viel aufwendiger in der Zubereitung als Herstellung von Naturkosmetik. 

Klar, man braucht dafür bestimmte Sachen, aber man hat sie dann für immer, so wie das ganze Arsenal in der Küche. Und viele Utensilien hat man schon in der Küche: Waage, Schneebesen, Mixer, Messbecher usw. Auch Marmeladen- oder Einmachgläser, die man dafür benutzen kann.
Die Zutaten sind einfach in der Apotheke, Reformhaus, Bioladen und Internet zu bekommen. Auch Rezepte! Mit Bildern und Ton sogar ;-)
Das Wichtigste ist - die gute Qualität von Zutaten.
In meiner kreativen Kosmetik-Werkstatt fing ich dieses Jahr mit Rosenwasser an. Es ist schon Zeitaufwendig und man braucht etwas Übung, aber auch das ist zu schaffen. Und als Belohnung hat man dann ein Naturprodukt, das man vielfach verwenden kann: Von dem Durstlöscher bis zur pflegenden Gesichtsmaske! Die Rosen habe ich im Garten, Wasser im Wasserhahn. Mehr Zutaten habe ich nicht gebraucht. Von 10 Rosen hatte ich 500 ml Rosenwasser. Das reichte mir für eine Woche. Aufbewahrt habe ich mein Rosenwasser im Kühlschrank.
Und jetzt machte ich meine Pflegeprodukte für die Haut: Fußbutter, Lippenpflege und Gesichtsbalsam. Die Basiszutaten: Sheabutter, Bienenwachs und Jojobaöl. Als Zugaben hatte ich zur Auswahl: Wildrosenöl, Cupuacubutter, ätherisches Weihrauchöl usw.  
 
Ich liebe Bücher und habe mehrere zum Thema Kosmetikherstellung. Mein Lieblingsbuch ist von Karen Gilbert „Natürlich pflegen & verwöhnen. Naturkosmetik selber herstellen“. Für Einsteiger ist ideal! Alles super beschrieben und gut erklärt. Die Rezepte haben genaue Angaben und sind bebildert. Allein die Aufmachung ist schon ein Augenschmaus. Die Fotos sind sehr ästhetisch und geschmackvoll. Dieses Buch hat mich nicht nur animiert, sondern auch motiviert. Man bekommt richtig Lust selbst auszuprobieren. 
Ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Das hat mir nicht nur sehr viel Spaß gemacht, sondern auch ein Stück Freiheit gegeben – selber zu entscheiden, was für Inhaltsstoffe ich für meine Pflege verwenden möchte.