Montag, 15. Juni 2020

Umarme einen Baum

Diese Woche habe ich auf meiner Patenstrecke einen abgebrochenen Fahrradständer und eine Gartenliege gefunden. Den Fahrradständer konnte ich mitnehmen, aber die Liege war mir zu schwer. Theoretisch hätte ich sie bis zum nächsten Sitzplatz schleppen können, damit die Müllabfuhr sie mitnimmt, aber praktisch war das unmöglich.
Mittlerweile frage ich mich gar nicht mehr, wie solche Sachen in den Wald (Naturschutzgebiet) kommen. Früher habe ich mich über sowas furchtbar aufgeregt und nichts getan. Heute tue ich einfach mein Ding und rege mich nicht mehr auf. Dafür habe ich keine Zeit, keine Energie und keine Lust! Ich konzentriere mich auf das, was ich tue und DAS ist wichtig. Für andere Menschen trage ich keine Verantwortung und ich bin nicht da, um sie zu belehren oder die Leviten zu erteilen.
Ich mache sauber für die Natur. Unterwegs sehe ich nicht nur Müll, sondern auch schöne Sachen und das ist meine Belohnung! Ich kann einfach einen Baum umarmen, einfach so, weil mich das glücklich macht…
Es gibt einen bestimmten Mammutbaum, den ich gerne umarme. Im Park am Schloss Wickrath stehen viele alte Bäume, echte Raritäten, auch verschiedene Arten von Mammutbäumen. Sie sind ausdrucksstark und riesengroß. Die Zapfen sind aber verhältnismäßig sehr klein, duften angenehm und sehen schön aus. Die rostbraune Rinde fühlt sich sehr weich an, aber um so einen Baum umarmen zu können, muss man schon lange Arme haben. 
 
Dabei
denke ich an ein großartiges Buch, dass ich mal gelesen habe. „Die Botschaft der Baumfrau“ von Julia Butterfly Hill. Diese Frau hat mich sehr beeindruckt. Sie lebte mehr als zwei Jahre auf einem Mammutbaum, um den Wald zu retten. Nach dem Autounfall hat sie den Sinn des Lebens verloren, sie überlebte knapp und suchte nach den neuen Aufgaben. Weil sie Natur liebte, schloss sie sich einer Aktivistengruppe an, die ein Waldgebiet von der Abholzung retten wollte. Julia hat alles aufgegeben, ihre Modelkarriere, bequemes Leben nur für den Wald! Durch ihren selbstlosen Einsatz hat sie den Wald gerettet, er wurde zu einem Naturschutzgebiet erklärt. Aber sie riskierte ihr Leben, weil die Firma, die dieses Gebiet roden wollte, alles Mögliche versucht hat, um sie vom besetzten Baum zu entfernen.
Was bewegt einen Menschen solche Taten zu vollbringen?

Donnerstag, 4. Juni 2020

Mein Zauberlabor

Seit diesem Jahr gibt es bei mir Kumquat Fortunella margarita. Die erste Ernte kam direkt in den Kochtopf zusammen mit Aprikosen, Rosenwasser und Tonkabohne. Daraus machte ich eine Marmelade. Der Geschmack ist einfach unglaublich! Zuerst spricht die Tonka zart auf der Zunge, danach meldet sich die zitrische Kumquat. Aprikosen kommen gerne zum Schluss und runden alles schön ab.
Die Ringelblumen kommen gerne in den Tee.
Rosenwasser und Marmelade

Mittwoch, 3. Juni 2020

Mach Natur sauber: Natur-Knigge

Deutscher Schriftsteller Adolph Freiherr Knigge hat die Verhaltensregeln zusammengefasst und in einem großartigen Buch veröffentlich. Mittlerweile ist das Wort "Knigge" zu einem Synonym für gutes Benehmen geworden.
Es gibt nicht nur Regeln für den guten Umgang mit Menschen, sondern auch mit der Natur. Hier sind meine Natur-Knigge-Regeln für Müllsammeln:
  • Immer auf dem Weg bleiben
  • Auf die Natur achten, Nistplätze meiden
  • Nur in Reichweite sammeln
  • Nicht in Gewässer gehen
  • Andere Passanten, Radfahrer nicht behindern
  • Glasscherben nicht aufheben, wegen Verletzungsgefahr
  • Sperrige Sachen liegen lassen
  • Wenn möglich, den Müll direkt vor Ort in öffentlichen Müllbehälter entsorgen

Müllsammeln: Wie mache ich das?

Immer, wenn ich Zeit und Lust habe.
Ich zwinge mich nicht, es soll auch Spaß machen.
Wenn ich eine Sauber-Aktion plane, dann wenigsten einen Tag vorher. Dementsprechend achte ich auf die Kleidung und Ausrüstung.
Meine Ausrüstung:
Gummi-Handschuhe (grüne Vileda Universal),
kleine Tüte für den Müll, manchmal auch Greifzange.
Meine Vorgehensweise:
  • Ich sammle immer in eine Richtung, also rechts.
  • Taschentücher lasse ich prinzipiell liegen. Sie gehen schnell um, für mich sind sie ekelhaft.
  • Auch Zigarettenkippen hebe ich nicht auf.
  • Bei Flaschen kommt es auf die Größe an.
  • Wenn meine Tüte voll wird, höre ich auf.
  • Den gesammelten Müll entsorge ich immer direkt vor Ort in öffentlichen Mülleimern.
Mein Tipp:
Dort Müll sammeln, wo man sich auskennt. Es muss überschaubar sein, kleine Strecken wählen, dann ist es nicht anstrengend. Eigene Gesundheit steht im Vordergrund und das Bücken soll nicht zu Last werden.

Dienstag, 2. Juni 2020

Bemalter Stein

Ein kleiner Hund geht auf die Reise - nach Dresden! Eine Überraschung für den netten Menschen, der auch Natur liebt und einen Hund hat. Dieser kleine Stein hat die ideale Form für die Hundeschnauze. Zuerst habe ich mit Acrylfarbe grundiert, dann mit Bleistift gezeichnet. Danach einfach mit schwarzer Acrylfarbe bemalt und anschließend lackiert.