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Sonntag, 10. April 2022

Ein Baum - ein Leben: Genialität der Natur

 Eine Blogreihe
 
Heute ist ein perfekter Tag für ausgedehnten Spaziergang. Meinen Baum habe ich schon lange nicht mehr gesehen und dachte mir, da gibt's bestimmt etwas Neues zu entdecken! Dort ist nämlich immer viel los.
Tatsächlich. Die Narzissen zeigten sich in voller Pracht und die schöne Gans hat schon eine Familie gegründet. Die Nilgänse bei uns in der Region sind die ersten, die Nachwuchs bekommen. In manchen Jahren sieht man die Kleinen schon im Februar.  
Und mein Lieblingsbaum fängt schon an zu blühen. Die kleinen Kätzchen wollen hoch hinaus. Also doch eine Pappel?...
Am Baumfuß blüht ganz gemütlich der Gundermann
(altbewährte Heilpflanze), von wilden Hummeln und Bienen sehr beliebt. Diese blaue Farbe finde ich wunderschön!
Ich stehe gerne an diesem großen Baum und genieße die Schönheit der Natur

Dabei dachte ich mir - die Natur ist die beste Designerin, die man sich vorstellen kann! Eine einfache Köcherfliege hat Flügel, die im Sonnenschein, wie das glänzende Mosaikglas aussehen. Diese Flügel sind so genau kreiert, dass die Fliege fliegen kann. Sie sind nicht zu leicht oder zu schwer, nicht zu lang, nicht zu kurz, sondern genau richtig für einen Flug.
Das Design der Natur ist nur ein Teil ihrer unendlichen Genialität. In jeder Kreatur ist alles genau durchdacht: Ergonomie, Konstruktion, Funktionalität, Form, Farbe, sogar Geruch, ganz zu schweigen von Schönheit.   

Auch die Natur selbst ergibt einen Sinn - alles dreht sich nur ums LEBEN! Ein  Kreislauf, in dem jedes Geschöpf für ein weiteres Leben sorgt.

Dienstag, 1. März 2022

Ein Baum - ein Leben

Eine Blogreihe, die sicherlich viel Spaß machen wird.
 
Die Maulwurfhügel, die ich letztens vor dem Baum entdeckt habe, sind mehr geworden. Also sind die Maulwürfe auch in kalten Tagen aktiv. Ich wusste gar nicht, dass sie gar keinen Winterschlaf haben. Sie gehen einfach tiefer unter die Erde und suchen dort nach Nahrung. Wenn man sich intensiv mit Natur beschäftigt, staunt man immer wieder, wie faszinierend ihre Lebewesen sind. 
 
Das Maulwurfleben ist einzigartig und voller Wunder. Allein das, dass er unter der Erde so lange aushalten kann, ist schon phänomenal. Mutter Natur hat ihn mit allem ausgerüstet, damit er keine Probleme mit Sauerstoff bekommt.  
 
Zwischen den Maulwurfhügel lagen noch alte Blätter und Äste. Da habe ich mich gefragt, welcher Baum ist es überhaupt? 
Diese Blätter erinnern mich an eine Pappel, aber es gibt mehrere Arten. Welche ist es? Ich vermute mal eine Schwarzpappel. Im Frühjahr weiß ich mehr.
 
Und heute habe ich schon den ersten Zitronenfalter gesehen.  

Samstag, 22. Januar 2022

Ein Baum - ein Leben: Unsere Bekanntschaft

Das ist eine Blogreihe, die sicherlich viel Spaß machen wird.
 
An einem trostlosen Herbsttag passte einfach alles zusammen: viel Stress, komisches Wetter und schlechte Laune. Um mich abzureagieren, bin ich nach Hause durch den Park gelaufen. Ich hatte das Gefühl gleich zu explodieren und lief im schnellen Tempo. Meine Füße bewegten sich automatisch. Ich war voll in meinen trüben Gedanken vertieft, als ich plötzlich vor einem Baum stand. Keine Ahnung, wie das passierte. Dieser Baum war abseits von gewohntem Weg, direkt am kleinen malerischen See.

Ich sah den dicken dunkelbraunen Baumstamm vor meinen Augen, bunte Blätter in schönsten Farben und auf einmal wollte ich gar nicht weiterlaufen...
 
Die Ruhe, die von diesem Riesen ausging, hat meine Gedanken in eine andere Richtung gebracht. Ich lehnte mich mit dem Rücken an den Baum an und schaute in den Himmel. Kleine weißen Wolken bewegten sich ganz langsam und widerspiegelten sich im stillen Wasser. Es war so friedlich.
 
Ich war aber nicht alleine da. Eine neugierige Nilgans kam auf mich zu und schaute mich so an, als ob sie fragen wollte "Was geht ab, äh?"
Die Zeit hat kurz angehalten und schenkte mir ein Lächeln. Es war einfach schön, da zu sein und diesen Augenblick der Stille zu genießen. Danach fühlte ich mich deutlich besser! Und abends stellte ich fest, dieser Baum lässt mich nicht mehr los. Die Erinnerung an den schönen Moment der Ruhe heiterte mich auf. Ich wollte diesen Baum irgendwann mal wieder besuchen.

Vor kurzem war ich wieder dort im Park und habe mich gefreut, meinen Baumfreund zu sehen. Jetzt steht er ohne seine Blätterpracht. Umso besser kommt seine beeindruckende Größe zur Geltung.  
Diesmal hat er eine Gesellschaft von fleißigen Maulwürfen bekommen. Sie wagten sogar ganz dicht unter seinen Wurzeln zu graben. Als ich das gesehen habe, dachte ich mir "Hier ist immer etwas los." Und so kam mir die Idee, diesen Baum durch das Jahr zu begleiten; auf die Geschichten, die er mir erzählt, zu lauschen; und das bunte Treiben drum herum zu beobachten.