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Sonntag, 9. Januar 2022

Gute Vorsätze für 2022

Mein Jahr 2021 war sehr ereignisreich und richtig turbulent. Ich habe klar gespürt, die Weichen werden neu gestellt. Das Leben selbst gab mir die Richtung vor und ich möchte diese Chance, mich neu zu erfinden, gerne nutzen. Also das Thema "Reduktion" im Zeichen der Umwelt ist aktueller denn je. Das heißt aber nicht, dass ich in den Wald ziehe oder so. Das heißt einfach - das Wesentliche im Fokus behalten.

Was ist das Wesentliche? 
 
Tja, es hat gedauert, bis ich das herausgefunden habe. Und eigentlich ist das gar nicht so kompliziert. Das Wesentliche für mich ist - das bewusste Leben. Dazu gehören natürlich konkrete Ziele, viele Ideen, Projekte und auch Visionen. Es geht dabei nicht nur um mich, sondern auch um die Natur mit ihren wertvollen Ressourcen, wie z. B. Wasser.
 
Meine Vorsätze zu folgenden Themen >
 
Wasser:
- den Verbrauch im Haushalt senken.
 
Müll:
- beim Einkaufen die Plastikverpackung vermeiden;
- statt Blech - Glasdosen wählen;
- Recyclingpapier benutzen. 
 
CO2-Ausstoß:
- mehr regionale und saisonale Produkte auf den Speiseplan setzen;
- weniger Interneteinkäufe tätigen. 
 
Pflege:
- mit Naturkosmetik mache ich weiter wie bisher und vereinfache meine Rezepte.
 
Garten:
- nachdem die Bienenweide im Hochbeet (Projekt 2020) und die Insektenwiese (Projekt 2021) so erfolgreich waren, plane ich in meinem Garten auch eine wilde Wiese. 
 
Also wird dieses Jahr sehr spannend!

Mittwoch, 5. Januar 2022

Dankbarkeit…

Heute traf ich auf die Dankbarkeit. 
Ich kenne sie seit meiner Kindheit und mit ihr habe ich schon oft die  Zeit verbracht. 
Ihre Schönheit ist unbeschreiblich! 
Sie hat viele Gesichter und man begegnet ihr immer wieder. 
Manchmal ist sie flüchtig, manchmal grenzenlos. 
Manchmal ist sie unsichtbar, manchmal sehr auffallend. 
Sie ist wandelbar, 
ABER je mehr man ihr vertraut, desto glücklicher wird man.

Man kann viel über sie schreiben, eins ist gewiss – sie ist unvergänglich.

 +++++

Dankbarkeit ist für mich das schönste Gefühl nach Liebe. 
Tiefe Dankbarkeit kommt aus dem Herzen und macht uns glücklich. 
Dankbar zu sein, heißt achtsam zu sein - die unscheinbarsten Dinge des Alltags können uns mit tiefster Dankbarkeit erfüllen. 
Die Kunst der Dankbarkeit liegt darin, jeden Tag auch im Kleinsten etwas Gutes oder Schönes zu finden, wofür man einfach danken kann. 
Wenn man den Tag mit solchen Augenblicken füllt, hat man auch mehr Freude im Leben. 
Und daraus kann sich eine unendliche Dankbarkeit entwickeln -
dafür, dass man auf diese Welt gekommen ist…

Donnerstag, 23. Dezember 2021

Weihnachten ohne Weihnachten

Weihnachten ist eine besondere Zeit, die jeder kennt. 
Was macht Weihnachten aus? 
Weihnachtsbaum, Lichterketten, Baumschmuck, Kerzen, Gänsebraten? 
 
Oder doch die Besinnlichkeit... 
 
Wenn ich meine Familie oder Freunde sehen möchte - brauche ich Weihnachten?
Wenn ich jemanden beschenken möchte - brauche ich Weihnachten?
Wenn ich an Gott glaube - brauche ich Weihnachten? 
 
Wie jemand einst gesagt hat "Man kann auch ohne Goethe". 
Also kann man auch ohne Weihnachten... 
 
Dieses Jahr ist es ganz anders bei mir:
Ich möchte mich auf das Wesentliche konzentrieren - auf die Umwelt und etwas dafür tun.
 
Kein Weihnachtsbaum, weder echt noch künstlich. 
Kein Baumschmuck. Keine Lichterketten. Kein Gänsebraten.
 
Eigentlich ist es Weihnachten ohne Weihnachten... 
Ich habe umweltfreundliche Kerzen, die ich auch so benutze. 
Meine Dekoration ist ganz natürlich: Zapfen, Rinde, Tannenzweige, die ich im Wald auf dem Boden gefunden habe. 
Mein Essen ist unkompliziert, aus regionalen Produkten. 
 
Ich habe mich gefragt, wie ich mich dabei fühlen werde, Weihnachten ohne Weihnachten zu haben. Und ich muss ehrlich sagen, mir fehlt nichts.

Dienstag, 21. September 2021

Teil 5: Ein Stück Seife verändert mein Leben

 
Selbstwertschätzung
Die Motivation, das Leben weiter zu verändern, war da und trotz Fehlern, die zu jedem Lernprozess gehören, wollte ich unbedingt voranschreiten. Mein Leben bekam einen anderen Sinn und neue Ziele. Es ist kein Scherz - ich war ernsthaft bestrebt, den Blauen Planeten zu retten!
  
Ich liebe Düfte. Aromatherapie, Räuchern – alles meine Themen. Und natürlich auch die Parfüms, die ich damals gerne und bis zum Abwinken konsumierte. Ich war aktiv in einem bekannten Parfümforum und von kleinen Duftproben bekam ich nicht genug. Ach, wie schön das war, sich mit anderen über die verführerische Welt der Düfte zu unterhalten. Das war so eine Art Elite und ich gehörte dazu.
Voll verblendet schnupperte ich an tollen Duftproben immer weiter bis mir eines Tages alles zu viel wurde. Meine Nase war buchstäblich voll von den ganzen Gerüchen. Auch die überhebliche Art von den „Gleichgesinnten“ war nicht meins. Ich stellte plötzlich fest – mir fehlt etwas!

Mein Selbstwertgefühl war weg…

Das war keine schöne Entdeckung. Es fühlte sich gar nicht gut an. Parallel dazu entdeckte ich die natürlichen Seifen, die mich mit ihrer Einfachheit glücklich machten. Parfümforum interessierte mich nicht mehr.

Also machte ich meine Hausaufgaben zum Thema: Was ist Kaufsucht und warum habe ich das? Das war eine abenteuerliche Reise, die ich kurz auf Belletristica in einem Beitrag „Konsum und Kaufsucht“  verfasst habe. Diese Selbstreflektion ist mir schwer gefallen, aber sie brachte mich nach vorne.

Verflüssigen von Seifen und deren Wirkung auf meiner Haut hat mir viel Freude bereitet, ich war glücklich in meinem Zauberlabor. Etwas Gutes sich selbst zu tun ist eine tolle Sache. Das hat mich total ausgefüllt. Also kamen auch neue Ideen, zudem, dass ich auch gerne experimentiere und Handwerk liebe. Diese neue Welt war spannend und fühlte sich wunderbar an! Ab jetzt wollte ich mir etwas Gutes tun, aber nicht weil mir etwas fehlte, sondern weil ich mich wertschätze.

Selbstwertschätzung ist eine wichtige Sache in unserem Leben. Sie gibt uns die Richtung zum Handeln vor. Weil ich mich wertschätze, möchte ich mich bewusst mit Sachen umgeben, die wertvoll für mich sind. Dazu gehören auch die Inhaltsstoffe von Aleppo-Seife. Und weil ich gerne mit den Seifen experimentiert habe, kam eines Tages auch der Wunsch nach eigener Pflegekosmetik auf der Naturbasis.

Mit meiner Haut hatte ich schon oft Probleme und war immer auf der Suche nach der geeigneten Pflege. So wie bei den Haaren war mein Arsenal groß: Seren, Masken, Cremes, Peelings usw. Mein erster Versuch in der Naturkosmetik war die Lippenpflege. Das war so genial einfach, dass ich mich fragte, warum ich das bisher noch nicht versucht habe! Nach dem Lippenbalsam kamen auch Pflegemittel für Gesicht und Körper. Und auf einmal hörte meine Haut zu spinnen!!! Die Kombination von pflegenden Seifen und Naturkosmetik hat meiner Haut geholfen ins Gleichgewicht zu kommen.
Natürliche Ressourcen haben einen großen Stellenwert bei mir. Die Natur ist ein großartiger Schatz, den wir für uns und unsere Gesundheit nutzen können. Dafür bin ich sehr-sehr dankbar und in jeder selbst angerührten Naturpflege von mir steckt die Wertschätzung der Natur!

Als ich die ersten Schritte in der Naturkosmetik machte, ging es mir auch um die Düfte. Sheabutter hat Eigengeruch, der mir nicht gefiel und ich wollte das ändern. Meine Erfahrungen im Parfumforum haben mir einen großen Dienst erwiesen - ich kannte viele Duftstoffe und konnte sie gut unterscheiden. Nach den wohlriechenden Salben und Cremes fragte ich mich, wie macht man eigentlich ein Parfum?

Die Reise ging weiter: Zuerst Seifen, dann Naturkosmetik, danach Parfüms. Ich lernte wie man Mazerate und Tinkturen herstellt und fing einfach an, meine Düfte selbst zu mixen! Man nennt solche Düfte „Therapeutische Parfüms“. Meine Motivation war, etwas Schönes für sich selbst zu machen, ohne andere Menschen beeindrucken zu wollen. Das war ein tolles Gefühl festzustellen – ich brauche keine Bestätigung mehr von der Außenwelt, dass ich es wert bin. Das war eine Befreiung von der Kaufsucht.

Ich schaute nicht auf die anderen, sondern versuchte mich in meiner kleinen Welt zurechtzufinden und so geht es in meinem Leben weiter.

Denn, wer weiß es besser als ich, was mir persönlich gut tut? 

Sonntag, 12. September 2021

Teil 4: Ein Stück Seife verändert mein Leben


Reduktion und Minimalismus
Als ich Fachabitur machte, musste ich eine Arbeit zum Thema Minimalismus schreiben und eine Mode-Kollektion zu diesem Stil entwerfen. Das war überhaupt nicht mein Thema! Ich hätte lieber Vintage-Style oder Boho-Chic, auch Steampunk hätte mich gereizt, aber doch nicht das! Das war ein ganz harter Brocken für mich und ich war sehr unzufrieden, dass ich dieses Los gezogen habe. Aber ich wollte gute Noten haben und war praktisch gezwungen, mich mit Minimalismus auseinanderzusetzen. 
 
"Minimalismus: 
In der Mode ein dem Purismus nahe stehender Stil, bei dem der strengen Konstruktion durch minimale Effekte das Besondere gegeben wird.
 
Purismus (von lat. purus, „rein“):  
In der Mode strebt der Purismus einen einfachen, dem Körper leicht angepassten Schnitt an und lässt keine Verzierung oder Dekoration gelten, was eine Ablenkung vom Wesentlichen, des Authentischen, bedeutet. Die Grenze zum Minimalismus ist fließend."
Reclams „Mode- und Kostümlexikon“ von Ingrid Loschek.

Eigentlich ganz einfach zu verstehen: Man reduziert alles auf das Wesentliche.
 
Dieses Verständnis hat mir die Arbeit erleichtert, danach konnte ich dieses ungeliebte Thema bewältigen und zum guten Schluss bringen. Es war abgehakt! Puhhh… 
 
Das dachte ich damals. Dieses Thema war aber wieder in meinen Fokus gerückt und diesmal hat es mich nicht so hart getroffen – im Gegenteil, ich war reif. 
 
Als ich meinen Schreck vom Palmöl überwunden habe, wollte ich handeln und das hat eine Kettenreaktion in mir ausgelöst. Auf einmal kamen alle Themen auf mich zu, die mich schon lange beschäftigt haben. Alles drehte sich um eins – das bewusste Leben: Konsumverhalten, Plastikmüll, bedenkliche Inhaltstoffe und daraus folgend auch Selbstwertgefühl. 
 
Ich war total überfordert: So viele Themen, die wichtig sind und mit Fokussieren war nichts! Es ging einfach nicht. Fragen über Fragen. 
 
Was tun? 
Wo fange ich an? 
 
Die Hilfe kam von alleine, ein Stück Seife ohne schädliche Inhaltsstoffe, verpackt in ein einfaches Papier - Die Reduktion auf das Wesentliche! 
 
Kein Mikroplastik, kein unnötiger Abfall, kein Palmöl. Dafür aber viel Pflege und zusätzlich ein gutes Gewissen. Ab jetzt wollte ich bewusst den Plastikmüll vermeiden. Das geschah natürlich nicht an einem Tag. Die grundlegenden Umstellungen im Leben dauern gewisse Zeit, aber sie bringen Früchte und erschließen neue Wege. 
 
Mein neuer Weg führte ganz einfach durch die Natur, die im Zentrum meines Lebens stand und steht. Eines Tages ging ich nach der Arbeit durch den Park in Wetschewell und ärgerte mich schwarz wegen Müll auf dem Wegesrand. Plötzlich fragte ich mich: Wieso warte ich auf jemanden, der für mich etwas tut? Das kann ich doch selbst! Und beim nächsten Mal war ich mit einem Müllbeutel und Putzhandschuhen bewaffnet. So war mein eigenes Projekt geboren – Mach Natur sauber. Ein Projekt für die Umwelt unter der Devise: Die Natur ist es wert, in Liebe gepflegt zu werden, weil wir ein Teil davon sind! 
 
Wie immer am Anfang war es schwierig, sich auf das Wesentliche zu fokussieren. In meinem Haushalt ging es ab jetzt um die Reduktion. Keine Produkte mehr mit Palmöl und so wenig wie möglich Plastikmüll. Und draußen in der Natur sammelte ich Müll. Dabei musste ich mein Verhalten vielfach ändern und habe daraus viel gelernt. 
 
Auch mit Seife musste ich lernen. Meine Haare sträubten sich dagegen. Klar, sie waren an alles andere gewohnt, als an die einfache Pflege. Ich hatte immer 2-3 verschiedene Shampoos. Plus Haarwasser, Conditioner, Haarmasken und mein besonders Merkmal war auf die Stylingprodukte gerichtet. Aber als ich auf die Inhaltsstoffe geschaut habe, bekam ich wieder einen Schock. Nicht nur Müll in meinem eigenen Haushalt, auch die Wasserverschmutzung im großen Stil. 
 
Brauche ich das? - Definitiv nicht! 
 
In diese Seifen von Aleppo habe ich mich sofort verliebt. 
Mein Lieblingsprodukt von Zhenobya ist… 
??? 
Tada - Haarwaschseife mit 7 Ölen und Propolis! 
Ich habe drei Anläufe mit Pausen dazwischen gebraucht bis meine Haare endlich glücklich waren. Und nicht nur die Haare, auch die Kopfhaut und ich.
 
 
Mittlerweile mache ich mir mein Shampoo selbst, indem ich die Haarwaschseife verflüssige. Danach kommt saure Rinse (Spülung mit Apfelessig) und sonst nichts. Im Jahr brauche ich drei Seifenstücke dafür. Meine Haare sind gesund und glänzen, meine Kopfhaut ist zufrieden und macht mir keine Probleme mehr. Es gibt keinen Plastikmüll, nur Papier und Glasflasche vom Apfelessig. Für mein Shampoo benutze ich einen Seifenspender, den ich immer wieder nachfülle. 
 
Genau das Gleiche gilt für meine Waschseife. Erst verflüssigen, dann genießen. Für Hände benutze ich aber gerne Seifenstücke. Bei Zhenobya gibt es tolle Duftrichtungen, z. B. Jasmin oder Damaszener Rose. Und aus einfacher Olivenseife kann man selbst tolle Duftseifen machen. Das Prinzip ist einfach: Zuerst verflüssigen, dann ein paar Tropfen ätherisches Öl (z. B. Lavendel) zufügen – fertig! Aus Olivenseife und Natron mache ich außerdem noch Geschirrspüler. Auch hier gilt Minimalismus mit seiner Reduktion auf das Wesentliche – pflegend sauber machen ohne unnötige Inhaltsstoffe und Abfall. 
 
Man sagt doch so schön – Man sieht sich immer zweimal im Leben. 
Also hat mich Minimalismus doch noch bekehrt und zeigte mir einen einfachen Weg, um glücklich und zufrieden mit sich selbst und der Umwelt zu sein. Ich  hatte meine ersten Erfolge, machte meine erste Schritte, noch wage, aber mit viel Elan. 
 
Nach und nach veränderte sich auch mein Verständnis für eigenes Konsumverhalten. Reduktion war ausschlaggebend. Ich beschäftigte mich mit Inhaltsstoffen, Nachhaltigkeit und versuchte bei mir zu bleiben, viele Werbeparolen funktionierten gar nicht mehr. Schokolade hat mich nicht mehr interessiert, auch die ganze Pflegeabteilung verlor ihren Reiz. Ich mistete in meinen Schränken aus und befreite mich von vielen Sachen, auch im Kopf. Das machte mich offener für neue Themen.
 
Das Wichtigste, was mit mir passierte -  ich wurde aktiv, nicht nur für mich selbst, sondern auch für etwas Großes. Ich habe beschlossen, das ganze Jahr hindurch bei jeder Möglichkeit den Müll in der Natur zu sammeln. Das war nicht nur eine Herausforderung, auch eine tolle Erfahrung in meinem Leben!  
 
Und das Schönste – auf einmal fühlte ich mich frei! 
 
Die Blogreihe geht weiter.
 

Mittwoch, 30. Dezember 2020

Social Distancing, Zwangsurlaub, Selbstbesinnung und Waldbaden

Was macht man, wenn man plötzlich viel Zeit hat?

·         In Schränken ausmisten!

·         Bücher lesen

·         An alten Projekten arbeiten

·         Neue Projekte planen und anfangen

·         Spazieren gehen

·         Neue Gerichte ausprobieren

·         Schöne Musik hören und entspannen

·         Schreiben

·         Sich weiter bilden, neue Themen entdecken und recherchieren

Genau das mache ich und mir fällt keine Decke auf den Kopf. Im Gegenteil, die Zeit vergeht viel zu schnell!

Das Schönste für mich war und ist ein Spaziergang im Grünen.

Waldbaden…

Habe neulich zum ersten Mal gelesen und habe nicht verstanden, was das soll. Tja, man kann nicht alles wissen, auch wenn die anderen schon lange darüber Bücher schreiben.

„Jeder Mensch verspürt tief im Inneren den Drang nach der Nähe zur Natur. Wir haben Wurzeln und die sind definitiv nicht in Beton gewachsen.“ Andreas Danzer

Shinrin Yoku oder "Waldbaden" wurde in den 1980er Jahren in Japan populär, ist mittlerweile zu einer anerkannten Stress-Management-Methode geworden und wird sogar vom japanischen Gesundheitswesen gefördert. Die Forscher haben festgestellt - Bäume heilen.

Ein Spaziergang durch den Wald ist für mich mit Selbstbesinnung verbunden. Der ganze Stress fällt von alleine ab, wenn man unter den Füßen den erdigen Boden fühlt und die Natur bewusst erlebt. Ich beobachte die Natur, atme sie ein, genieße jeden Augenblick und versuche mich mit dem Ganzen zu verschmelzen. Natürlich heilen die Bäume, allein schon durch die saubere Luft, die sie uns schenken.

Und ja, ich umarme gerne Bäume. Diese Naturgeschöpfe finde ich faszinierend! Sie leben auch jetzt im Winter, obwohl sie leblos aussehen. Wenn man genau hinschaut, haben Bäume auch an nassen, grauen Tagen noch viel Farbe! Die Flechte ist von Gelb bis Dunkelgrün. Die Rinde ist bei einigen Baumarten Dunkelrot oder ganz hell. Aber auch um einen Baum herum ist nicht farblos. Da wachsen sogar noch blühende Pflänzchen! Wohlgemerkt im Niederrhein.

Ob das Waldbaden, Naturbeobachten, Spaziergang im Grünen oder Bäume-Umarmen ist – Hauptsache man fühlt sich wohl dabei! Diese Zeit ist kostbar und man sollte sie auch so betrachten. Das, was die Natur uns gibt, ist von unschätzbarem Wert – sie führt uns zu unseren Wurzeln zurück. 

Ich wünsche allen ein gesundes und glückliches 2021!!!